Der Platz hier würde nicht reichen wenn ich über Todd alles erzählen sollte. Er hat seinen Traum zum Beruf gemacht: Schauspieler!! Das ist er wahrhaftig: immer laut, immer gut drauf, man könnte ihn als extrovertiert bezeichnen…das wäre noch milde ausgedrückt. Aber gerade das macht ihn so liebenswert. Er hat einen hintergründigen Humor und auch einen unwiderstehlichen Tiefsinn. Wir sehen uns nicht oft, aber das macht unsere Freundschaft so interessant. Mir würde etwas fehlen ohne ihn.
Ei Toddi, soist e rischtisch goldisches Kerlche.
Hier ein Filmbeispiel von Todd. Es ist zwar nicht Ben Hur aber dennoch ein Meisterwerk!
Viele Jahre kennen wir uns. Auch wir haben zusammen viel erlebt und durchgestanden, besonders in der Zeit des Cabaréts. Auch heute noch kann ich auf Claudi nicht verzichten. Sie ist eine immer ehrliche und stets sehr direkte Freundin. Man kann mit ihr lachen und über jedes Thema reden. Sie steht mir nahe, und das fühlt sich gut an. Ihr Sohn Lenny wird bestimmt genauso wie sie, es wäre ihm zu wünschen. Ihr Lebensgefährte, Michi, ist Arzt. Da ist sie mit ihren kleinen Wehwehchen immer gut aufgehoben.
Claudi, da weiß man was man hat.
Seit nahezu 20 Jahren sind wir dicke Freunde. Ähnlich wie mit Katja haben wir viel gemeinsam erlebt (allein unsere Kabarett-Zeit hat uns viele schöne Stunden beschert). Menschen die uns das erste mal zusammen erleben könnten der Meinung sein, dass wir uns nicht ausstehen können…doch das Gegenteil ist der Fall. Wenn wir uns nicht gegenseitig ärgern können dann stimmt irgendetwas nicht…
Chris kann manchmal ähnlich “anstrengend” sein wie ich, daher kommen wir prima miteinander aus. Im “Meckern” sind wir beide spitze (auch wenn sie es einen Hauch besser beherrscht) und wir sind immer dabei wenn es darum geht etwas “kritisch zu bemerken” )
An den Höhen und Tiefen des Anderen haben wir teilgenommen…und das zeichnet unsere Freundschaft aus: Vertrauen, Ehrlichkeit und unbarmherzige Offenheit. Von der Zuneigung ganz zu schweigen.
Zusammen mit ihrem Mann Stephan und dem entzückenden Sohn Jona ist sie für mich unverzichtbar geworden.
Wer einmal ihr Lachen gehört hat wird es nie wieder vergessen. Wer einmal einen Abend mit ihr verbracht hat, wird ihn nie mehr vergessen. Wer einmal eine Nacht mit ihr verbracht hat….das kann ich leider nicht sagen.
Katja lernte ich wohl 1987 kennen. Wir besuchten die gleiche Schule und freundeten uns im Kurs “Laienspiel” an. Die gemeinsame Liebe zur Schauspielerei verbindet uns bis heute. Daraus erwuchs eine unglaublich innige und enge Freundschaft. Freud und Leid teilen wir bedingungslos. Besonders die langen Gespräche über unsere schlechten, bösen und unerfreulichen Männererfahrungen tragen so manchen Abend mühelos über Stunden. Dazu kommen die unendlich vielen Erlebnisse unserer gemeinsamen Kabarett- und Theaterzeit. Das Cabarét Grüner Kaktus wäre ohne sie nicht vorstellbar gewesen. Katja ist ein Wirbelwind, und die Bühne ist ihre Welt. Allerdings ist die Welt auch ihre Bühne. Das macht sie so interessant und unwiderstehlich. Ihre einnehmende Art erfrischt mich immer wieder. Wenn ich nicht schwul wäre (oder Katja ein Mann, was unvorstellbar ist) hätte ich sie schon längst geheiratet. Leider sie mich wohl nicht. “Das gäbe Mord und Totschlag” sagt sie immer. Leider merkt sie nicht, dass ich immer Recht habe wenn wir unterschiedlicher Meinung sind. Das wird sie wohl auch nicht mehr lernen.
Wir sind den Großteil unseres Lebens gemeinsam gegangen und haben unsere Erfahrungen immer miteinander (mit)geteilt…und ich werde den Teufel tun das zu ändern.
Harti lernte ich 1986 kennen. An ihm schätzte ich sofort seine Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit. Wir wurden schnell enge Freunde und ich fühlte mich immer wohl in seiner Gegenwart. Es entwickelte sich eine Vertrautheit, die ich nicht mehr missen wollte. Unsere Gespräche waren oft sehr tiefgehend und anspruchsvoll. Harti war ein Mensch, der eher selten über seine Gefühle redete. Doch gegen Ende wurden diese Gespräche häufiger. Er litt unter seiner Umwelt und der Mitmenschen. Viel zu oft schlug ihm Unverständnis entgegen. Immer wieder versuchten wir das in Gesprächen zu analysieren.
Er war ein lustiger Zeitgenosse, mit dem ich viel erlebte. Er gründete zusammen mit mir und unserer damaligen Freundin Jeannette das Cabarét Grüner Kaktus, wir arbeiteten gemeinsam als DJ’s in der Gießener Rockdisco “Scarabée” und erlebten auch anderweitig viele spaßige Sachen miteinander. Doch der “Ernst des Lebens” kehrte immer wieder zurück. Für ihn war dieser “Ernst” lebensgefährlich. Er hatte schon sehr früh damit aufgehört sich träumerischen Illusionen über ein schönes Leben hinzugeben.
An meinem 36. Geburtstag, pünktlich um 0.01 Uhr bekam ich eine mail von ihm. Eine Geburtstagskarte mit den besten Wünschen. Darauf ein Kleeblatt, das bekanntlich Glück bringen soll…. Es war das letzte, das ich von Harti hören sollte.
In dieser Nacht beendete Hartmut sein Leben. Zurückgeblieben sind unendlich viele Erinnerungen. Die negativen Seiten werden verblassen und das Positive wird bestehen bleiben. So, mein lieber Harti, waren deine 40 Lebensjahre nicht umsonst.
Mein bester Freund, fast so etwas wie ein Bruder: mein Benny. Ich kenne ihn seit 1998 und ich könnte mir ein Leben ohne ihn als Freund nicht mehr vorstellen. Zusammen mit seinem Partner Axel sind wir ein nettes Dreiergespann. Dazu kommen noch drei Katzen und zwei absolut bezaubernde Hunde. Selbst ich, der eigentlich Hunde nicht so mag, habe die beiden ganz fest in mein Herz geschlossen. Benny ist lustig und intelligent, wir lachen viel gemeinsam. Schön, dass es ihn gibt.
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