- Besser -

Condemnation
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Es geht nun besser,
nachdem ich angestrengt
über uns nachdachte
und du mir entrinnst

Es geht nun besser,
nachdem ich willentlich
über uns hinweg schritt
und du mir entgleitest

Es geht nun besser,
nachdem ich überzeugt
über uns alles brach
und du mir vergibst

Es geht nun besser

24.06.2010

- Nicht -

color
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Du drehst dich herum
und ich flehe dich an
unserem Paradies
nicht zu entfliehen

Du lachst laut auf
und ich rufe dir nach
unserem Leben
nicht zu entwischen

Du verschwindest rasch
und ich bete dich an
unsere Gemeinsamkeit
nicht zu vergessen

20.06.2010

- Wir -

IMG_5250 Teddy mit Herz
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Verwunschen
schleicht sich
dein weiches
Seelchen
in mein Leben

Aufatmend
erwidere ich
mit Mut
deine Blicke
und gewinne

Verliebt
greifen wir
unser Glück
zitternd
mit den Händen

Angenehm
verbindet sich
unvermeidlich
das Wesen
Zweisamkeit

19.06.2010

- Vergeblich -

snail
Creative Commons License photo credit: kontrastlicht

Als du mein Vertrauen
schonungslos anzapftest
blicktest du weit und tief
in den hohlen Abgrund
meines harmlosen Lebens.
Abgelegt und aufgedeckt
wie ein altes Kartenspiel
endete die kurze Affäre
widerstandslos verlogen.
Mit blanker Öffentlichkeit
trieb sich der pure Scham
in mein leises Empfinden.
Bloßgestellt und müde
kroch ich angeschlagen
in mein Schneckenhaus

zurück

05.05.2010

- Schritte -

Spuren am Strand
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Lust
empfunden
Wie auf dem
Drahtseil
stehend,
das Gefühl
vergangen

Last
empfunden
Wie auf den
Berg
steigend,
den Halt
verloren

Leben
Empfunden
Wie auf der
Stelle
tretend,
den Sinn
verworfen

30.04.2010

- Perle -

Petite perle...
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Rinnend und glitzernd
Mit Licht veredelt
wird sie wahrhaftig
auf deiner Wange

Salzig und feucht
Spuren hinterlassend
erscheint sie voller Scheu
auf deiner Wange

Fallend und tropfend
Dahingehend und zerstäubt
bleibt sie Vergangenheit
auf deiner Wange

16.04.2010

- ohne Titel -

Das folgende Gedicht war ein Experiment. Ich schrieb es während einer Zugfahrt nach Hamburg und jede Zeile des Gedichts entstand bei einem Halt in einer anderen Stadt. Daher ist folgendes Gedicht in 14 verschiedenen Städten entstanden. Vielleicht ein Rekord.

the train
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Wehende Schatten ziehen mich … davon
Ein leichtes Behagen lässt mich lächeln
Voller Drang verdränge ich die Last,
flüchte in die Flucht
Näher rückend fühle ich mich leicht
Ich breite meine Arme aus
und wippenden Fußes springe ich ab,
realisierend, dass ich nicht falle
Saltos schlagend schwebe ich hinauf,
verharre sinnend einen Moment
Ganz klein entdecke ich dich nun
und fliege heimlich näher heran
Magisch dein Anblick, voller Sehnsucht
stürze ich zu dir … und bleibe

Gefühlsgewitter

Sascha A. Wanke, 27.09.07

(Die Zeilen sind entstanden in folgender Reihenfolge: Marburg, Treysa, Wabern, Kassel, Göttingen, Northeim, Kreiensen, Alfeld, Hannover, Celle, Uelzen, Bad Bevensen, Lüneburg, Hamburg und Bad Oldesloe)

-ohne Titel-

Serce na dłoni
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Im Augenblick
sehe ich dich
und verfalle dir
So wird dieser
Moment
zum persönlichen
Waterloo

16.03.2000

-ohne Titel-

john hejduk, berlin tower, social housing 1988
Creative Commons License photo credit: seier+seier+seier

Ein volles Haus
mit kleinen Existenzen
Tapsend durchschritten
wirkt der große Saal
wie ein unendlicher Hall

Ein voller Kopf
mit großen Bildern
Verwirrt durchdacht
wird das Gedächtnis
zur Halluzination

16.03.2000

-Einsamer Mann-

Der einsame Mann
versteht nicht
warum seine
Apfelkörner
keinen Baum
in den Himmel
wachsen lassen

Der einsame Mann
verrät nicht
seine
Träume
weil kein Passant
stehen bleibt
um sie zu hören

16.03.2000